22. November 2009
[Antrag BV-Nord] Keine III. Nordtangente - Vorrang für BürgerInnen- und Umweltschutz

Die Bezirksvertretung möge beschließen:
1. Es wird unverzüglich ein Planänderungsverfahren für die sog. III. Nordtangente eingeleitet.
2. Die Planung wird beendet die Trasse aus dem Flächennutzungsplan (FNP) gestrichen.
3. Es wird geprüft, wie im Planungsbereich die wertvollen und geschützten Landschaftsbestandteile als ökologischer Schutzraum ausgeweitet, ggf. höher gestuft, und noch besser in das Biotopverbundnetz eingebunden werden können.
4. Statt den Autoverkehr im Plangebiet mit neuen Straßen weiter zu erhöhen, soll die Verkehrsbelastung reduziert werden. Dazu sind entsprechende BürgerInnen-Beteiligungsmöglichkeiten, z. B. durch BürgerInnenversammlungen, zu gewährleisten, um hierdurch die Möglichkeit zu schaffen, gezielt Vorschläge einzubringen.

Begründung:
Heute fließen über Königsberger Straße und Edelbach etwa 13.000 Fahrzeuge täglich. Ohne den Bau der Nordtangente geht das erstellte Gutachten für das Jahr 2015 von 16.500 PKW und LKW aus. Wird die III. Nordtangente gebaut, sollen dagegen jeden Tag 21.400 bis 24.600 Fahrzeuge durch Coerde rollen - das sind mindestens 60 Prozent mehr als heute und 30 bis 50 Prozent mehr als ohne die Nordtangente.


Unter den Folgen werden auch diejenigen leiden, die sich heute noch, etwa als AnwohnerInnen der    Königsberger Straße, eine Entlastung erhoffen. Denn die Nordtangente müsste zwischen hohem Heckenweg und Kanalstraße als Hochstraße gebaut werden. Damit wäre eine weite Ausbreitung von Lärm und Abgasen unvermeidlich. Gleichzeitig verliert Coerde ein wichtiges Naherholungsgebiet. Nicht nur Natur und Landschaft werden sehr stark beeinträchtigt bzw. zerstört, sondern auch das Wohnumfeld mit seiner intakten und notwendigen Erholungsfunktion wird für die Menschen verloren gehen. Auf der Grundlage der vorliegenden Umweltverträglichkeitsstudie ist daher die weitere Planung einzustellen und der FNP entsprechend zu ändern. Ziel muss es zukünftig vielmehr sein, bereits vorhandene ökologische Schutzräume auszuweiten und die Verkehrsbelastung weiter zu reduzieren.

 

Stephan Siewering

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