30. April 2010
Ausgekreiselt
Es sollte der große Wurf werden, der Umbau des Ludgerikreisels. CDU und FDP hatten dafür in der vergangenen Wahlperiode viel Geld in die Hand genommen.

Doch schon nach der Fertigstellung des Umbaus machte sich Unmut breit. Die Riffelstreifen sind alles andere als fahrradfreundlich. Die Verengungen an einigen Ein- und Ausfahrten verringern zwar die Durchflussgeschwindigkeit, provozieren jedoch gleichzeitig waghalsige Einfädelungsmanöver. Die Stoppschilder widersprechen dem Grundgedanken des Kreisverkehrs.

DIE LINKE. Münster hat den Umbau bereits 2009 massiv kritisiert und ein neues Konzept gefordert. Von Seiten der Verwaltung hieß es, dafür müsste erst die Unfallstatistik abgewartet werden. Die liegt nun vor und ist vernichtend. Statt eines Rückgangs hat sich die Unfallhäufigkeit um 35 % erhöht. Zwar gab es diesmal weniger schwere Unfälle und vor allem keine mit Todesfolge.

Das ist zum Teil jedoch einfach nur Glück und hauptsächlich auf die Verringerung der Durchflussgeschwindigkeit zurück zu führen. DIE LINKE. Ratsfraktion wird sich deshalb dafür einsetzen, den missglückten Umbau grundsätzlich neu zu überdenken.
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