25. August 2011
Nie wieder Krieg - Gedenken lebendig gestalten
Der Volkstrauertag sollte eigentlich ein Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewalt sein. Alle Jahre wieder versammeln sich jedoch Vertreter des Militärs oder revanchistischer Verbände am Kriegerdenkmal an der Promenade, um dort Kränze niederzulegen. Anschließend findet eine Veranstaltung im Rathaus, wiederum unter Beteiligung der oben genannten statt, um den gefallenen Soldaten des zweiten Weltkriegs zu gedenken. Zivile Opfer finden dabei so gut wie keine Erwähnung. Auch Gräueltaten, die heute unter anderem unter deutscher Beteiligung erfolgen, werden nicht thematisiert. Kritik an den Soldaten, die an diesen Taten beteiligt sind, bleibt ebenfalls außen vor, da das Militär maßgeblich beteiligt ist.
Diese Veranstaltung wird von der Stadt Münster, sowohl finanziell als auch organisatorisch, unterstützt. Ein Antrag von DIE LINKE. Ratsfraktion auf Umgestaltung dieses Gedenktages, unter Einbeziehung von Kirchen und Friedensinitiativen, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Da DIE LINKE als pazifistische Partei jedoch nach wie vor der Überzeugung ist, dass gerade Münster als Friedensstadt diesen wichtigen Gedenktag insbesondere jüngeren Menschen nahe bringen soll, werden wir weiter an einer grundsätzlichen Umgestaltung arbeiten.
Iris Toulas



