07. April 2011
Stadt Münster steigt aus Atomstrom aus!
Der Rat der Stadt Münster beschloss am Mittwoch, den 7. April 2011 den schnellstmöglichen Ausstieg der Stadtwerke aus der Energieversorgung mit Atomstrom. Der Stadtrat hatte sich auf Antrag der Fraktion DIE LINKE mit dem Ausstiegsszenario beschäftigt und erwartet nun innerhalb eines Monats ein Konzept von den Stadtwerken. Diese signalisierten bereits Zustimmung. Der Antrag wurde fraktionenübergreifend beschlossen.

"Es ist ein überwältigendes Signal," freuen sich Raimund Köhn und Iris Toulas, SprecherInnen DIE LINKE. Ratsfraktion Münster. "Was vor wenigen Monaten noch undenkbar schien, kann nun umgesetzt werden: Der Ausstieg aus der Atomenergie. Dieser sollte jetzt auch tatsächlich schnellstmöglich umgesetzt werden und nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden," bekräftigten die FraktionssprecherInnen Iris Toulas und Raimund Köhn mit Blick auf das durch die Stadtwerke Münster vorzulegende Konzept.

Die Stadtwerke Münster bezogen bisher knapp 20 Prozent ihres Stromvolumens aus Atomstrom. Mit den neuen Mehrheitsverhältnissen im Rat der Stadt Münster werden nun die Investitionen in erneuerbare Energien konsequent vorangetrieben. Auch der fossile Stromanteil soll sukzessive reduziert werden. Durch einen Ratsbeschluss wurde bereits entschieden, dass die Anteile der Stadtwerke Münster am Kohlekraftwerk Hamm verkauft werden sollen, um damit finanzielle Mittel für den Umstieg auf erneuerbare Energien freizusetzen.

"Wir sehen dies vor allem auch als einen Erfolg der Anti-Atom Bewegung. Die Menschen in Münster gehen seit Wochen massenhaft auf die Straße. Sie haben damit ein beeindruckendes Zeichen gesetzt haben nun einen ersten wichtigen Sieg errungen," so Olaf Götze, Kreissprecher DIE LINKE.Münster. Er glaubt fest daran: "Wenn wir so weitermachen, können wir auch bundesweit den Atomausstieg durchsetzen."

Unseren Antrag zum Thema finden Sie hier
Unsere Rede im Rat der Stadt Münster finden Sie hier: Rede gegen Atomstrom in Münster

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