18. Oktober 2011
Frauenquote in Münsters Stadtspitze sinkt um 50 Prozent – Wahl ist Farce

In ganz Deutschland wird darüber diskutiert, wie mehr Frauen in Führungspositionen kommen können. Doch in Münster macht man jetzt genau das Gegenteil. Denn mit der morgen stattfindenden Dezernentenwahl wird die Frauenquote in der Stadtspitze um 50 Prozent gesenkt, kritisieren der Fraktionsvorsitzende Raimund Köhn und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Sagel (DIE LINKE) das Verfahren. „Neben dem Oberbürgermeister hat die Stadt Münster fünf Dezernenten, von denen zur Zeit zwei Frauen sind. Ab morgen wird es zukünftig nur noch eine sein. Denn es sind nur Männer für die Schlussabstimmung vorgesehen.“

Das ganze Verfahren ist nach Auffassung von Sagel und Köhn sowieso eine Farce, die allerdings mit dem Ausschluss von Frauen bei der abschließenden Entscheidung noch eine besondere Note bekommt. „Man fragt sich, wie die Personalagentur, die rund 120 000 Euro für die Vorauswahl bekommen hat, dazu kommt, keine weiblichen Kandidatinnen vorzuschlagen. Die Kriterien für die Auswahl sind völlig intransparent und der Eindruck der Kungelei und des Filzes, den es offensichtlich zwischen SPD und CDU gibt, wird so noch weiter verstärkt. Wir sind gespannt, wie die Bezirksregierung, bei der wir eine Kommunalaufsichtsbeschwerde erhoben haben, das Verfahren beurteilt. In Deutschland und auch in NRW gibt es Gleichstellungsgrundsätze, die zu berücksichtigen sind und nicht durch männliche Kungelrunden einfach ausgehebelt werden dürfen.“

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