23. November 2011
Hafenforum war eine Farce

DIE LINKE. Ratsfraktion betrachtet das Hafenforum, angesichts des derzeit in der Abstimmung befindlichen Masterplans Stadthäfen, als Farce. Die Änderungen zu den ursprünglichen Plänen sind nur marginal. Es sind weiterhin eine Marina und ein überdimensioniertes Einkaufszentrum vorgesehen. Von den Osmohallen sollen nur geringe Teile für wohnverträgliche Veranstaltungen erhalten bleiben.
„Man muss sich fragen, wie ernsthaft die SPD an einer Beteiligung der Bevölkerung bei der Einbringung des Antrags interessiert war“, kritisiert Fraktionssprecher Raimund Köhn. „Für hier und dort etwas Kosmetik hätte das Hafenforum nicht organisiert werden müssen. Wenn die Bürgerinnen und Bürger aufgrund solcher Alibiveranstaltungen resignieren und das Vertrauen in die Politik verlieren, ist das kaum verwunderlich.“
DIE LINKE. Ratsfraktion erinnert daran, dass die Pläne zum Yachthafen im Stadthafen bereits 2009 im Gespräch waren. „Alles in Allem setzen sich die Vorstellungen bestimmter Personen in Münster immer wieder durch, egal was Bürgerinnen und Bürger oder Politik dazu sagen“, ergänzt Fraktionssprecherin Iris Toulas. „Der Hafen soll hier zu einer Wellness-Oase für Gutbetuchte umfunktioniert werden. Wenn das Andere, scheinbar Unerwünschte, außen vor bleiben soll, ist das für uns nicht hinnehmbar.“

Problematisch findet DIE LINKE außerdem den hochpreisig angelegtem Wohnungsbau im neuen Hafengebiet. Dieser führt zu einer Spaltung des Viertels links und rechts der Schillerstraße. Es mangelt in Münster an bezahlbarem Wohnungen, vor allem um innerstädtisch die soziale Mischung der Bevölkerung zu gewährleisten, ohne die eine gelungene Stadtgesellschaft nicht möglich ist.
Auch die mit einem Einkaufszentrum einhergehende Zerstörung der umliegenden Infrastruktur ist für DIE LINKE. Ratsfraktion ein No Go. „Durch ein derart überdimensioniertes Zentrum werden Existenzen des umliegenden Einzelhandels zerstört. Da werden wir keinesfalls mitmachen. Der ganze Masterplan ist für uns in dieser Form nicht tragbar“, schließt Ratsmitglied Joachim Bruns.

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