24. November 2011
Verwalten statt Eingliedern, der falsche Weg des Jobcenters

Wie bereits 2010 und 2011 geschehen, möchte das ab dem nächsten Jahr nur noch städtisch verwaltete Jobcenter rund zwei Millionen Euro aus dem sogenannten Eingliederungsbudget in das Verwaltungsbudget verschieben. "Finanzmittel für die Vermittlung arbeitssuchender Menschen werden zur Stützung des Verwaltungsapparates zweckentfremdet", kritisiert Joachim Bruns, arbeitspolitischer Sprecher der DIE LINKE. Ratsfraktion.



„Mit dieser Maßnahme werde zum wiederholten Mal ein eklatanter Mangel des Arbeitsvermittlungssystems in Münster und auch bundesweit deutlich“, betont Bruns. Die chronische finanzielle Unterversorgung der Jobcenter durch den Bund sei als wesentlicher Bestandteil des gesamten HARTZ-IV-Systems scharf zu kritisieren. "Anstatt Verwaltungsapparate zu bedienen, muss - wie DIE LINKE es fordert - endlich eine bedarfsdeckende und sanktionsfreie Mindestsicherung für Menschen in Arbeitslosigkeit eingeführt werden."

Das im Jobcenter Münster angestrebte Vermittlungskonzept der Optionskommune, verbunden mit betriebswirtschaftlich ausgerichteten Zielvereinbarungen, sei bei genauerer Betrachtung ein aufgeblähtes Verwaltungsgerüst, dessen Effektivität für arbeitslose Bürgerinnen und Bürger mehr als fraglich sei. "Bundesmittel direkt für Menschen in einer bedrohlichen Lebenssituation wie der Erwerbslosigkeit repressionsfrei einzusetzen, kommt dem Ziel einer solidarischen Gesellschaft wesentlich näher, als die Armut per Gesetz, genannt HARTZ-IV", so Bruns abschließend.

 

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