12. Dezember 2011
Rückkehr ins Mittelalter

DIE LINKE. Ratsfraktion Münster ist fassungslos angesichts der Ankündigungen der CDU, Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, wie beispielsweise Demenzkranke, vom Engagement unausgebildeter Hilfskräfte abhängig zu machen. „Die CDU scheint sich mit ihrer Erklärung zu mehr Subsidarität auf die mittelalterliche Tradition der christlichen Werte zu berufen, als milde Gaben noch als Absolution und Rettung vor dem Fegefeuer verstanden wurden. Schade, dass sie das bei Investoren nicht auch so sieht, wenn diese lautstark nach billigen Gewerbeflächen oder neuen Straßen schreien“, bemerkt Ratsfrau Iris Toulas.

Da die Altersarmut dank Niedriglöhnen und Abbau von Sozialleistungen, eben auch durch die christlich, demokatische Union, massiv ansteigen wird, könnte sich die Hoffnung, die unliebsamen Kosten beispielsweise für Pflegekräfte zu Lasten des ehrenamtlichen Einsatzes zu reduzieren, als Luftschloss erweisen. "Die immer wieder betonten "Münster-Standards" bedeuten ja nur", so Ratsherr Raimund Köhn, "dass die Zustände in Münster nicht ganz so schlecht wie in anderen Städten sind. Aktuell ist es so, dass Kinder zwei Jahre auf einen Platz in einer Lernwerkstatt warten müssen. Im Offenen Ganztag arbeiten schon zu viele Honorarkräfte. Und in Anbetracht des zu niedrigen Personalschlüssel in den Altersverwahrungsanstalten ist es wenig überraschend, wenn verstärkt Psychopharmaka, Magensonden oder Großwindeln zum Einsatz kommen."

„Die CDU scheint jegliche Verhältnismäßigkeit verloren zu haben, da sie auch Forderungen gestellt hat, die vom Rat entsandten, ehrenamtlichen Aufsichtsräte zukünftig mit Aufwandsentschädigungen zu beglücken. Das ist schamloseste Klientelpolitik auf Kosten der Schwächsten der Gesellschaft. Es bleibt nur, den Sozialdemokraten zuzurufen, sich nicht ein weiteres Mal zu verkaufen“, schließt Toulas.

Weitersagen

redtube deutsche porno Düğün fotoğrafçısı seo backlink