23. Februar 2016
LINKE: Armut steigt weiter - Sozialer Kurswechsel nötig

altDer Anstieg der Armut geht auch in Münster weiter mit mittlerweile mehr als 10 000 Menschen und die Hauptrisikogruppen sind Alleinerziehende mit ihren Kindern, Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, kritisiert der LINKE-Fraktionssprecher Rüdiger Sagel und fordert wie der Paritätische als Herausgeber der neuen Studie einen sozialen und steuerpolitischen Kurswechsel. Auch in Münster müssen, so Sagel, dringend weitere notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg gebracht werden, besonders die Entwicklung bei Rentenbeziehenden ist dramatisch mit einer Verzehnfachung seit 2005.


In 2015 hatte die LINKE durch ihren Antrag eine Verdoppelung der finanziellen Mittel erreicht. Doch mittlerweile lebt auch in Münster jeder 6. Erwachsene und jedes 4. Kind in Münster unter Armutsbedingungen. Das benachbarte Ruhrgebiet bleibt mit Blick auf Bevölkerungsdichte und Trend mit über 20 Prozent zwar die armutspolitische Problemregion Nummer Eins in Deutschland, doch auch in Münster ist die Situation immer schwieriger.

"Hier wächst ein dramatisches Problem, denn die Armut ist auch in der eigentlich reichen Stadt Münster in rasch zunehmendem Maße angekommen. Während Münster mit einer Armutsquote von 11,5 Prozent im Jahr 2006 noch den niedrigsten Wert in NRW hatte stieg die Armutsquote mittlerweile auf über 15 Prozent. Besonders betroffen von Armut in Münster sind Kinder, denn von ihnen leben mit rund 25 Prozent mittlerweile ein Viertel unter Armutsbedingungen. Vor allem bei ihnen sind die Folgewirkungen in vielfältiger Hinsicht sehr problematisch. Bereits bei den letzten Haushaltsberatungen für 2015 hatte sich DIE LINKE daher mit einem Antrag für eine Verdoppelung der Finanzmittel auf 300 000 Euro eingesetzt und dies nach zähen Verhandlungen auch erreicht. Die schwarz-Grüne Mehrheit hat hier aber nichts weiter unternommen obwohl die LINKE auch in einer großen Rathausveranstaltung noch vor den Haushalt Beratungen auf die Probleme hingewiesen hat. Rund 5.700 Kinder unter 15 Jahren gibt es laut neuer Statistik der Bundesagentur für Arbeit in unserer Stadt, die aktuell unter Armutsbedingungen groß werden. Die meisten davon leben in den nördlichen Stadtteilen Münsters, in Coerde und Kinderhaus. Insgesamt sind Hartz IV, prekäre Arbeitsverhältnisse, Zeitarbeit, 450-Euro-Jobs, 1-Euro-Jobs und tariflose Betriebe auch in Münster auf dem Vormarsch. All dies sorgt auch in Münster für mehr Armut. Hier gilt es, auch noch weiter verstärkt mit kommunalen Mitteln, Hilfe zu schaffen, um eine weitere Verarmung und Zunahme von sozialen Problemen jetzt und für die Zukunft zu verhindern."

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