04. März 2016
LINKE: Kitas und Wohnungsbau braucht mehr Personal

altDie Personalsituation bei der Stadt muss deutlich deutlich verbessert werden, deswegen richten wir jetzt eine Anfrage an Oberbürgermeister Lewe und erwarten konkrete Problemlösungen, fordert LINKE-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Sagel.

"Die Kita-Platz Situation in Münster ist mit dem aktuell festgestelltem Fehlbedarf weiterhin mehr als problematisch, denn es fehlen in nächster Zeit rund 4000 Plätze. Zudem bleibt es auch bei den Sozialwohnungen dramatisch, denn wenn 14 Millionen Euro für mehrere hundert Wohnungen ungenutzt ans Land zurückgehen,  wie vor einem Jahr, aber Tausende von Wohnungen fehlen und die Mietpreise weiter extrem hoch sind, ist das inakzeptabel. So kann es nicht weitergehen, es braucht jetzt eine neue Initiative zum koordinierten Vorgehen. DIE LINKE will jetzt vor allem die Personalsituation so verbessern, dass die anstehenden Aufgaben auch bewältigt werden können. Einen Hilferuf der Beschäftigten, wie kürzlich erfolgt, muss gehört werden. Eine Überforderung, die zu mehr krankheitsbedingten Ausfällen führt, muss ausgeschlossen werden.

 

Die Kritik zahlreicher Eltern und -gruppen an der Situation mit jetzt schon über tausend fehlenden Plätzen und  an der Gesamtsituation ist völlig berechtigt. Die von der LINKE im letzten Jahr kritisierte Kalkulation hat sich im Nachhinein als völlig richtig herausgestellt. Es ist Lug und Trug, denn von einer bedarfsgerechten Versorgungsquote kann auch in Münster keine Rede sein. Die bilanzielle Vollversorgung hat mit der Realität nichts zu tun. Die Versorgungsquote von mittlerweile über 40 Prozent führt trotzdem dazu, dass Eltern keinen Platz finden oder quer durch die Stadt zu ihrer Kita fahren müssen. Denn der tatsächliche und vor allem wohnortnahe Bedarf ist viel höher.

Auch für den Bau von Sozialwohnungen braucht es neue Planungen. Ein neuer Stadtteil muss ins Auge gefasst werden. Schon aktuell fehlen hier mindestens 3000 Sozialwohnungen, perspektivisch aber noch weitaus mehr. Das Problem muss endlich wirklich ernsthaft angegangen werden und es dürfen nicht weiter Investoren in Münster bauen dürfen, welche die Quote nicht erfüllen."

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