18. Juni 2010
Wohn- und Stadtbau soll sozialer werden
Zum Jahresabschluss 2009 der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Wohn- und Stadtbau (W+S) erklärt DIE LINKE. Münster: Zwar ist die Geschäftstätigkeit der Wohnungsbaugesellschaft solide und die positive Wirkung für den Münsteraner Wohnungsbestand und die Stadtentwicklung nicht zu unterschätzen. Dennoch sieht DIE LINKE Möglichkeiten der Verbesserung. Die Wohn- und Stadtbau kann und muss sozialer werden.

Die W+S erhielt im Jahr 2009 8,5 Mio. Euro öffentlicher Fördergelder. Zudem konnte sie ihren Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern.

"Gleichzeitig aber stiegen die Mieten - ohne Nebenkosten - im Schnitt um 1,5 Prozent an," so Olaf Götze, Mitglied im Aufsichtsrat der Wohn- und Stadtbau. "Diese Entwicklung ist angesichts sinkender Reallöhne kritisch zu beurteilen. Wir haben in Münster einen zu hohen Mietspiegel. Die W+S muss daher mit gutem Beispiel vorangehen und auch Mietsenkungen in Betracht ziehen."

Zum Vergleich: Durch die Gewinnausschüttung an die Stadt Münster trägt jede Mietpartei der W+S mit 20 bis 30 Euro im Monat zur Sanierung des städtischen Haushaltes bei. DIE LINKE will dagegen erreichen, dass der soziale Wohnungsbau verstärkt in Angriff genommen wird. Dazu soll der Stadtrat die Tochtergesellschaft verstärkt auf Sozialen Wohnungsbau verpflichten. Im Gegenzug sollen die Gewinnausschüttungen an die Stadt Münster entfallen.

"Eine Sanierung des städtischen Haushaltes zu Lasten der Mieterinnen und Mieter der W+S lehnen wir ab," erklärt Raimund Köhn, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. "Vielmehr sollen die Überschüsse in den Neubau von Mietwohnungen fließen. Für die Haushaltssanierung will DIE LINKE andere Einnahmequellen heranziehen."
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